QiGong
Qigong Yangsheng
nach Professor Jiao Guorui
Gesundheitsfördernde Übungen der Traditionellen Chinesischen Medizin
Qigong Yangsheng stellt neben der chinesischen Arzneimitteltherapie und Akupunktur eine tragende Säule der traditionell chinesischen Medizin dar. Qigong Yangsheng kann wie folgt interpretiert werden:
• Qi = Lebenskraft
• gong = beharrliches Üben
• Yangsheng = kultivieren der Lebenskraft zur „Pflege des Lebens“
Qigong drückt sich aus in langsamen ruhigen fließenden Bewegungen, in Entspanntheit und Natürlichkeit; Ruhe und Bewegung wechseln sich ab.
Naturvorstellungen wie z. B.: „Stehen wie eine Kiefer fest verwurzelt“, „zerteile die Wolken“ oder „halte den Mond“ lenken die Vorstellungskraft.
Die therapeutische Wirkung der Qigong-Übungen beruht auf der Beeinflussung physiologischer und psychischer Funktionen im Sinne einer Regulation und Stärkung durch bestimmte Körperhaltungen und Bewegungen, durch verschiedene Methoden der Atemführung und durch geistige Übungen. Körperhaltung und Bewegung bilden eine wichtige Basis, die leitende Rolle spielen jedoch die geistigen Übungen der Meditation, Imagination und Visualisation. In den vielfältigen Übungsformen des Qigong werden Körper, Atem und Geist, äußere Bewegung und innere Ruhe, äußere Ruhe und innere Bewegung harmonisch miteinander verbunden.
Qigong hat eine lange Tradition, die sich bis vor unsere Zeitrechnung zurückverfolgen lässt. Die Übungen lassen den Einfluss der großen philosophischen Schulen Chinas erkennen. Die Konzepte der traditionell chinesischen Medizin, die auch der Akupunktur zugrunde liegen, finden sich in den Übungsprinzipien und in der Ausgestaltung der Qigong-Methoden wieder.
Qigong ist therapeutisch einsetzbar in Rehabilitation, bei Schmerzzuständen und zur allgemeinen Gesunderhaltung. Qigong führt schon nach wenigen Wochen des Übens zu mehr Vitalität und Lebensfreude und somit gesteigerter Lebensqualität.
Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Qigong ist, unabhängig vom Alter, für jeden erlernbar.