Die Behandlung mit traditionellen Arzneimitteln ist in der TCM ebenso wichtig wie die Akupunktur. Oft werden beide Therapieverfahren kombiniert. Hierfür stehen mehrere hundert Arzneipflanzen, aber auch mineralische und Arzneimittel tierischen Ursprungs zur Verfügung. Es werden fast ausschließlich pflanzliche Arzneimittel verordnet.
Der Patient erhält nach Diagnosestellung ein individuelles Rezept mit verschiedenen chinesischen Arzneimitteln, die täglich eingenommen werden. Die Zusammensetzung der Rezeptur wird anhand des Behandlungsverlaufs meist wöchentlich überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Die Arzneimittel können auf verschiedene Arten eingenommen werden:
- Als "Dekokt" bzw. Abkochung: Die Arzneimenge für 3 bis 7 Tage wird abgekocht, im Kühlschrank aufbewahrt und mehrmals täglich eingenommen.
- Als hydrophiles Konzentrat in Tropfenform: Die Einnahme erfolgt ebenfalls mehrmals täglich. Die Tropfen sind für unterwegs und für Kinder gut geeignet.
Die chinesischen Heilpflanzen werden von Apotheken abgegeben. Es erfolgt eine Prüfung auf Identität, Reinheit sowie Untersuchungen auf Pestizide, Schwermetalle und Pilzgifte. In erfahrenen Händen wirken sie sehr sicher und effektiv.
Bestimmte Reaktionen wie vermehrtes Wasserlassen oder Abhusten von Schleim gehören oft zu den gewünschten Effekten und sollten nicht zum Absetzen der Heilkräuter führen
Gerade bei hartnäckigen Erkrankungen, bei denen unsere Schulmedizin an ihre Grenzen stößt, beweisen die chinesischen Arzneimittel oft ihre besondere Wirksamkeit.